Nach über 13 Jahren habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, jeden einzelnen meiner Tweets zu reviewen. Entweder entspricht er meinen Vorstellungen und wird auf meine Webseite übernommen oder er wird gelöscht.

Dabei habe ich natürlich ein paar Erkenntnisse gewonnen, die ich hier mir euch teilen möchte. Gültig sind die für Twitter, aber auch alle anderen sozialen Netzwerke sowie die eigene Webseite.

  • Es interessiert keinen Menschen, ob ich müde bin, zur Arbeit gehe oder von der Arbeit komme, ob ich mich verspäte, was auf der Autobahn los ist oder wie sehr ich mir das Wochenende herbei sehne
  • Ich muss nicht Bericht führen, wann ich in Gym gehe oder wo ich gerade Essen bestellt habe
  • Wenn man Momente oder aktuelles Tagesgeschehen kommentiert, sollte man die Gesammtsituation etwas anreißen, da man im Nachhinein nicht mehr nachvollziehen kann, um was es geht
  • Gleiches gilt für Situationskomik, Insider oder kurze Kommentare zu einem Hashtag für den schnellen Like
  • Likes sind absolut unwichtig
  • Dialekt oder regional bezogene Sprüche/Scherze kann man sich sparen, versteht eh keiner
  • Automatisierte Posts, dass ich in einem anderen Netzwerk etwas geteilt oder gepostet habe, nerven!
  • Wetter?! Wenn es keine Naturkatastrophe ist, die ich beobachte, dann behalt ich das für mich
  • Ich verlasse mich nicht mehr auf 3rd party dienste, bei denen meine Inhalte liegen (IndieWeb, Own Your Data!!)
  • Wenn ich mich über Trash-TV austauschen möchte, sollte ich mir einen Extra-Account zulegen…

Vielleicht bleibt dann gar nicht mehr so viel übrig, das man posten kann. Aber das ist auch gut so. Entweder Inhalte mit Substanz oder man lässt es bleiben.